Wiedereröffnung unserer Kirche

 

Liebe Gemeinde!


Mit einem großen Fest ging unsere Innenrenovierung zu Ende. Am Sonntag, dem 25. 9. 2016, feierten wir in einem Abendgottesdienst die feierliche Wiedereröffnung unserer Kirche. Zu Orgelklängen auf höchstem Niveau, der sehr gediegenen Drautaler Volksmusik und verschiedenen besinnlichen bis lustigen Texten, gelesen von Hans Wassertheurer, wurde unser Gotteshaus erstmals seit Juni wieder bevölkert.

Die berührende Festpredigt hielt unser Superintendent Pfarrer Mag. Manfred Sauer; zahlreiche Ehrengäste waren gekommen, wie Bürgermeister Ing. Alfons Arnold (Paternion), Bürgermeister Hermann Moser (Weißenstein) und in Vertretung von Bürgermeister Hans-Jörg Kerschbaumer Jutta Lerchster (Stockenboi).

An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei allen drei Gemeinden und ihren Bürgermeistern für die großzügige Unterstützung unserer Innenrenovierung bedanken!
Ein besonderes Dankeschön richtet sich auch an den Vorsitzenden des GAV–Vereins für Österreich, Senior Mag. Michael Guttner, und den Obmann des GAV–Vereins für Kärnten, Pfarrer Mag. Martin Satlow, für die tatkräftige Unterstützung seitens des GAV–Vereins.

Die Kollekte unserer Eröffnungsfeier war ursprünglich für die Innenrenovierung gedacht; inzwischen geschah aber die Unwetterkatastrophe in Afritz, und so konnten wir die Kollekte einfach nicht für uns selbst verwenden. So haben wir beschlossen sie zur Gänze den betroffenen Afritzerinnen und Afritzern zu widmen.

Ich danke an dieser Stelle auch allen Mitfeiernden für die äußerst großzügige Kollekte von 1658 €.

 

Die Innenrenovierung – was sich im Sommer so getan hat

Am Anfang stand eine Ideenwerkstatt. Dazu waren alle Interessierten aus der Pfarrgemeinde herzlich eingeladen. Es war dem Presbyterium sehr wichtig, dass alle Gemeindeglieder hier mitgestalten konnten. Wir haben uns die Fragen gestellt: Wie soll unser Innenraum aussehen? Wie wollen wir feiern? Was braucht die Gemeinde, um sich wohlfühlen zu können?
Wir haben auch andere Gemeinden besucht (z. B. St. Ruprecht), die die Innenrenovierung gerade abgeschlossen hatten, um uns Ideen zu holen.
Dann haben wir unsere Projektziele definiert und als Richtlinie festgehalten. Von unserem Konzept her, an dem alle Interessierten der Pfarrgemeinde beteiligt waren, konnten wir folgende Punkte umsetzen:
Tischaltar mit der Möglichkeit von Abendmahlsfeiern um den Tisch des Herrn auf derselben Ebene, Ambo und Taufbecken neu, grundsätzlich mehr Platz im Apsisbereich für Konfi-Gottesdienste, Band, Chöre, und Kinder neue Medien (Beamer und versteckte Beamerwand), Lautsprecheranlage und Lichtanlage.

Ein langer Diskussionsprozess ergab sich aus der Frage „Bänke oder Bestuhlung“. Eine Bestuhlung hätte zwar deutlich mehr Flexibilität gebracht, aber auch Auswirkungen auf die Beheizung gehabt. Zudem sind die Bänke erst in den 1970er-Jahren angeschafft worden und an sich in gutem Zustand. Da wir sorgsam mit dem Geld der Gemeinde umgehen wollten, entschloss sich die Gemeindevertretung für das Herausnehmen zweier Bankreihen zugunsten der Apsisvergrößerung und für eine Sanierung der alten Bänke, sowie für eine neue Bankheizung, die dringend nötig war. Durch die Raumgewinnung im Apsisbereich musste der Altar nicht mehr unbedingt verschoben werden.
Der Punkt: „Wohlfühlklima“, „wärmere“ Kirche hinsichtlich Heizung, Licht und Farbe“ wird in Bezug auf Licht und Heizung umgesetzt. Die Farbgebung hingegen war mit dem Denkmalamt abzusprechen. Die Marmorierungen wurden entfernt, die ursprüngliche Farbgebung wieder hergestellt und die Bänke in ihrem Farbton an Altar und Chorbrüstung angeglichen, ebenso die Orgel. Da der Teppich im Mittelgang ebenso entfernt wurde, kommt nun der schöne alte Steinboden wieder mehr zur Geltung und das Podium, auf dem die Bänke stehen, ist nun aus Lärchenholz. So ergibt sich einerseits ein schlichtes und elegantes Erscheinungsbild unseres Innenraumes; andererseits haben wir nun erstmals ein Gesamtkonzept, bei dem jeder Teil unserer Kirche aufeinander abgestimmt ist. Insofern ist unsere Innenrenovierung gediegen und gut gelungen.

MACHEN SIE SICH SELBST EIN BILD UND KOMMEN SIE DOCH VORBEI!

Wir danken daher den Professionisten der Firmen Rohr (Baufirma), Strauß (Zimmerei), Brandstätter (Malerei und Denkmalpflege), Lesacher (Tischlerei), Linder (Steinbau), Amenitsch (Elektriker), Uggowitzer (Kunstschmiede) und ITEC Audio (Beleuchtung, Beschallung) für ihre gute und engagierte Arbeit und unserem Architekten DI Kircher für das gelungene Konzept und die elegante Umsetzung!
 
Wir möchten uns bei den Evangelischen Pfarrgemeinden Zlan
und Fresach, sowie bei der Katholischen Pfarrgemeinde
Feistritz/Drau und Feffernitz an dieser Stelle herzlichst dafür
bedanken, dass wir während unserer Kirchenrenovierung ihre
Kirchen benutzen durften!!

Innenrestaurierung

Nachdem unsere Außenrenovierung zur allgemeinen Zufriedenheit abgeschlossen werden konnte, steht nun der nächste Schritt bevor – die Innenrenovierung.
Diese möchten wir unter möglichst großer Beteiligung der Pfarrgemeinde durchführen.

Der erste Schritt dazu war die Ideenwerkstatt (Pfarrbrief 1/2014), zu der alle Interessierten
der gesamten Pfarrgemeinde eingeladen waren.
Unsere Kirche ist nicht nur ein Glaubenszeugnis vergangener Zeit, sie ist kein Museum
sondern ein Ort, wo Menschen heute miteinander Gottesdienst feiern und da haben sich doch
so manche Bedürfnisse verändert.

Die Ergebnisse des gemeinsamen Nachdenkens waren folgende:

  1. Im Vordergrund stand der Wunsch nach mehr Raum im Apsisbereich (vorderer Bereich der Kirche, wo unser Wandaltar steht). Wir möchten miteinander Abendmahl auf einer Ebene feiern können. Das geht zurzeit aus Platzmangel nicht. Die Austeilenden haben daher (weil sie auf den Stufen stehen müssen) eine ungewollt hervorgehobene Stellung. Besonders störend wird das beim Segen erlebt, bei dem wir uns die Hände reichen. Auch für Taufen wäre es schön mehr Platz zu haben, damit wir uns auch mit größeren Taufgesellschaften um das Taufbecken aufstellen können. Das betrifft auch Familiengottesdienste, Schulgottesdienste und Konfigottesdienste, Gottesdienste mit Band etc.
  2. Eine Verkleinerung bzw. Versetzung des Wandaltares, damit Platz ist für einen Tischaltar und die Pfarrerin der Gemeinde nicht mehr den Rücken kehren muss, was liturgisch mit Wandaltar (Ausrichtung auf das Kreuz) zwar richtig ist aber wirklich nicht mehr passend.
  3. Eine “wärmere” Kirche hinsichtlich Heizung, Licht, Farbe,…
  4. Barrierefrei (wenn möglich durch den Seiteneingang in die Apsis)
  5. Neue Medien integriert z.B. Beamer und Beamerwand, Lautsprecheranlage,…

Das Konzept der Innenrenovierung sollte mit unserem Leitsatz korrespondieren: Kirche gemeinsam erleben: überraschend, erquickend, zukunftsweisend

Neu renovierte Kirche in St. Ruprecht

Dazu gehört mehr Flexibilität (eventuell Bestuhlung anstelle von Kirchenbänken) und ein
“Wohlfühlklima” im Kirchenraum.

Soweit gediehen die Beratungen der Ideenwerkstatt.







 

Neu renovierte Kirche in St. Ruprecht


Um sich möglichst gut auf das Thema Innenrenovierung vorzubereiten, holte sich das Presbyterium Rat von der Pfarrgemeinde St. Ruprecht, die ihre sehr gelungene Innenrenovierung gerade abgeschlossen hat. Pfarrer Norman Tendis stand uns dankenswerterweise einen ganzen Abend lang zur Verfügung.

So kristallisierte sich unsere weitere Vorgehensweise heraus.



Nach einem Treffen des Architekten, den MitarbeiterInnen der Ideenwerkstatt sowie des Presbyteriums ist nun der weitere Schritt die Erarbeitung eines Konzepts durch den Architekten nach unseren Wünschen und jenen des Denkmalamtes. Sobald dieses präsentiert werden kann (voraussichtlich diesen Herbst) wird es in einer Sitzung der Gemeindevertretung diskutiert.
Diese Sitzung ist öffentlich und wieder sind alle Interessierten herzlich zur Teilnahme eingeladen.
Das genaue Datum der Sitzung wird noch im Gottesdienst abgekündigt werden und kann auch in naher Zukunft unserer Homepage entnommen werden.

Auf ein gutes Miteinander freut sich Ihre Pfarrerin Maga. Birgit Meindl - Dröthandl

Altarraum der Lutherkirche in Wien-Währing mit verrückbarem Tischaltar

Altarraum der Lutherkirche in Wien-Währing mit verrückbarem Tischaltar






Restaurierung

Die Gemeindevertretung der Pfarrgemeinde hat sich im Jahr 2012 entschlossen, die Pfarrkirche sowohl außen als auch innen zu restaurieren. In der ersten Phase wurde von Anfang Mai bis Ende November 2013 die Außenrenovierung durchgeführt.
Diese Arbeiten waren dringend notwendig geworden, weil von den Fachleuten bereits schwerwiegende Mängel festgestellt worden waren.

Teile des Dachstuhles des Kirchenschiffes und der Turmspitze waren durch eingesickertes Wasser bereits morsch geworden und mussten erneuert werden. Die gesamte Verblechung am Dach und die Wasserabläufe wurden neu gefertigt, ebenso das Turmkreuz. Die Außenmauern im Bereich des Altarraumes wurden trocken gelegt. Das Kirchenschiff und der Turm erhielten einen neuen Anstrich.

Die Arbeiten am Dach und Turm wurden von der Fa. Greil aus Dölsach in Osttirol, die Malerarbeiten von der Fa. Brandstätter aus Feistritz an der Drau durchgeführt. Beide Betriebe zeichneten sich durch äußerst kompetente und gewissenhafte Arbeit aus.

Die Kosten für die Restaurierung konnten mit unseren Rücklagen, den Zuschüssen durch das Land Kärnten, die Politischen Gemeinden Paternion, Stockenboi und Weißenstein und durch den Gustav-Adolf-Verein bestritten werden.

Ein besonderer Dank gilt den freiwilligen Helfern, durch deren Einsatz es möglich war, die Kosten zu senken.

Mit der Restaurierung des Kirchenraumes werden wir wahrscheinlich im Jahr 2015 beginnen.

Fotos der Restaurierung sehen Sie in der Bildergalerie.

 

Bausteinaktion

Zur Mitfinanzierung der Restaurierung unserer Pfarrkirche haben wir Bausteine aus Ton hergestellt.  
Sie können diese Bausteine um € 25.-, € 50.- oder € 100.- erwerben.
Wir freuen uns natürlich auch über einen höheren Betrag.
 
Die Bausteine sind nach jedem Gottesdienst, bei kirchlichen Veranstaltungen oder nach telefonischer Vereinbarung erhältlich.