Pfarrausflug Sommer 2014

Unser heuriger mehrtägiger Pfarrausflug führte uns von 31. 7. – 2. 8. ins schöne Südtirol, genauer gesagt ins Land der Ladiner. Vom Gadertal (Alta Badia) aus erforschten wir die Dolomiten und begaben uns auf die Spuren des Ersten Weltkrieges, der sich in diesem Gebiet ja als furchtbarer Gebirgs – Stellungskrieg manifestierte. Über Lienz und Sillian erreichten wir unser Zielgebiet, unser grandioser Chauffeur Anton (nicht aus Tirol), seit dieser Reise ‚8-Pässe-Anton‘ genannt, pilotierte uns daraufhin über den engen Furkelsattel nach St. Vigil und weiter nach St. Leonhard im Gadertal, wo wir mittels zweier Sessellifte das idyllische Wallfahrtskirchlein Heiligkreuz besuchten. Nach einer Andacht nahmen wir im benachbarten Hospiz das Mittagessen ein. Am Nachmittag wanderten einige Teilnehmer über die blumenreichen Armentara – Wiesen hinab nach Wengen, was tiefe Eindrücke bei unserem Schuhwerk (feucht), aber auch in unseren Herzen hinterließ… Wir übernachteten im sehr empfehlenswerten Hotel Post in Pederoa.

Am zweiten Tag ging es im Uhrzeigersinn über vier Pässe rund um die gewaltige Sellagruppe (zu Recht ‚Gralsburg Ladiniens‘ genannt). Am Pordoijoch statteten wir dem Beinhaus aus dem Ersten Weltkrieg einen Besuch ab, dort in freier Natur machten wir auch eine sehr eindrucks- und stimmungsvolle Andacht zum Thema ‚Frieden‘. Anschließend erklommen wir den fast 3000m hohen Sass Pordoi – allerdings per Funivia… Gelegentlich hatte der Nebelgott ein Einsehen und gestattete Tief- und Weitblicke auf die umliegenden Dolomitengipfel. Weiter ging es über das Sellajoch (Beim Spaziergang durch den Felssturz der ‚Steinernen Stadt‘ gab es sogar Edelweißalarm!) und das Grödner Joch zurück zum Hotel.

Samstags fuhren wir auf den Valparolapass und besuchten das Sperrfort Tre Sassi, das seit einigen Jahren ein Kriegsmuseum beherbergt. Sodann begaben wir uns vom Falzaregopass erneut per stützenloser Seilbahn auf den Piccolo Lagazuoi (2750m). Leider konnten wir die berühmte Aussicht nur mittels Postkarten genießen, dennoch gewannen wir nachhaltige Eindrücke – hier ist ein Berg durch Kriegshandlungen völlig verändert worden. Über Cortina d’Ampezzo und den Misurinasee erreichten wir den Dürrensee im Höhlensteintal, wo einige Unentwegte noch einen Blick auf die berühmten Drei Zinnen zu erhaschen versuchten. Über Toblach und Osttirol ging es in rascher Fahrt zurück nach Hause.

Es waren drei wunderschöne Tage (mit enormem Wetterglück!), die schnell vergangen sind – herzlichen Dank an die Firma Bacher-Reisen für die perfekte Organisation, an unseren ‚Sellarondista‘ - Chauffeur Anton für die gute Betreuung und an Frau Pfarrer für die beiden berührenden Gottesdienste!

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