Unser Pfarrausflug nach Südtirol, 10. – 13. Juli 2019

„Villnöß und Gröden – von Messner bis Trenker“

Erstmals nach drei Jahren führte uns unser mehrtägiger Pfarrausflug heuer wieder nach Südtirol. Unter der bewährten Ägide von Chauffeur Anton fuhren wir, eine wackere Schar von 35 TeilnehmerInnen, frühmorgens von Feffernitz los Richtung Westen. Nach einem guten Frühstück im Wh. Marinelli zu Dölsach ging es über Lienz und Sillian auf rascher Fahrt ins Pustertal, wo wir bald unser erstes Ziel, Olang am Kronplatz, erreichten. Per Kabinenbahn gondelten wir hinauf auf das Gipfelplateau dieses berühmten Schiberges. Oben war es zwar relativ kühl und windig, doch sonnig – und die Fernsicht auf die Dolomiten und den Alpenhauptkamm war bestechend! Wir besuchten die riesige Friedensglocke Concordia 2000
und vor allem das Messner Mountain Museum, das erst vor kurzer Zeit neu eröffnet und geschickt in den Berg hineingebaut wurde (Architektin Z. Hadid); es war gar nicht so leicht sich durch eine Pferdeschar hindurch den Weg zum Eingang zu bahnen…
Nach einem guten Mittagessen in Olang (Pizzeria Christl) fuhren wir die Rienz entlang bis zum Eisacktal, wo wir im sehr empfehlenswerten Hotel Spitalerhof vor den Toren von Klausen unterhalb des Klosterberges Säben unser Quartier bezogen. Zuvor begaben wir uns jedoch noch nach Teis am Eingang des Villnößtales, wo wir dem kleinen, aber feinen Mineralienmuseum einen Besuch abstatteten. Die Ausstellungsstücke, vor allem die berühmten ‚Teiser Kugeln‘ (Geoden bzw. Drusen), beeindruckten uns ebenso sehr wie der selbst anwesende Paul Fischnaller, der all diese Schätze im Laufe von Jahrzehnten zusammengetragen hat! Einige ließen sich von ihm sogar eine Geode als Mitbringsel für daheim knacken…
Nach einer erholsamen Nacht besuchten wir am Donnerstag das nahe Villnößtal. Da die Kirche St. Magdalena per Bus nicht gut erreichbar war, fuhren wir gleich in der Früh zum Talschluss Zanser Alm, wo wir zunächst einen sehr eindrucksvollen Gottesdienst zum Thema ‚Maria Magdalena‘ auf einer Almwiese am Fuße der berühmten Geislerspitzen feiern konnten. Da das Wetter es zuließ (stark bewölkt, aber noch trocken), konnte sodann jeder nach Lust und Laune ausschwärmen: Manche blieben in der Nähe der gemütlichen Zanser Schwaige, andere machten eine Rundwanderung auf dem Munkelweg und über die Glatschalm zurück. Auch am Nachmittag blieb noch Zeit, um die herrliche Umgebung oder das Naturparkzentrum zu erkunden. Nach einem Fotostopp beim Kircherl von Ranui fuhren wir nachmittags zurück nach Klausen, wo uns Herr Krismer in einer launigen Stadtführung seine pittoreske Heimatstadt nahebrachte: Unser Rundgang endete beimBrauhaus – und erst dort erwischte uns ein Regenguss…

Visavis unseres Hotels inmitten von Obstkulturen befindet sich die altehrwürdige Sebastianskapelle – den Schlüssel dafür hütet unser Hotel. Und so konnten wir am Freitag eine wunderschöne Morgenandacht an einem wirklich besonderen Ort machen; und die Predigtgeschichte von den Bohnen in der linken und rechten Sacktasche wird allen TeilnehmerInnen sicher noch lange in Erinnerung bleiben! Anschließend ging es in kurzer Fahrt ins Grödner Tal, wo wir St. Ulrich besuchten und mit der Raschötz – Standseilbahn zur Alpe Raschötz auffuhren. Wieder war das Wetterglück auf unserer Seite: Erst bei der Talfahrt begann es leicht zu regnen, sodass wir oben das wunderbare Panorama (Schlern, Seiser Alm, Rosengarten, Langkofel, Ciampinoi, Sella, Seceda und Geisler) uneingeschränkt genießen konnten. Unser Basislager war das neue Chalet Rasciesa gleich bei der Bergstation, einige spazierten zur nahen Malga Cason, andere machten eine größere Runde zur Raschötzhütte und zum ausdrucksstarken Gipfelkreuz des Berges – Grödner Holzschnitzerkunst in Vollendung! Nachmittags begaben wir uns auf die Spuren der Ladiner im Museum Gherdeina und bewunderten Holzschnitzereien, das Fastentuch von St. Jakob, Fossilien und auch den Nachlass des legendären Luis Trenker. Im Anschluss besuchten wir auch noch das ‚Dolfiland‘ am Panider Sattel, wo Einkaufswillige ihren Hunger nach Hölzernem aller Art stillen konnten – und auf der Heimfahrt durften natürlich einige Lieder der Kastelruther Spatzen nicht fehlen, wenn wir schon fast bei ihnen waren… Nach dem Abendessen überraschte uns der Jungchef unseres Hotels mit einer gediegenen Weinverkostung, bei der man merkte, dass hier ein absoluter Profi am Werk ist.
Am Heimreisetag fuhren wir in das nahe Brixen, wo wir zunächst die Lauben und dann den Domplatz mit dem berühmten Kreuzgang besuchten. Ein weiterer Höhepunkt war sicher der Besuch des Pharmaziemuseums der Familie Peer, die uns auch persönlich das Haus und das Dachdepot zeigte. Im Anschluss ging es ins nahe Vöran, wo wir an einer Führung im Augustiner Chorherren – Stift Neustift / Novacella teilnahmen und die Bibliothek, das Museum, die Stiftskirche und den Weltwunderbrunnen im Hof sahen. Unser Mittagessen genossen wir bereits wieder im Pustertal, beim Lodenwirt in Vintl. Vor der endgültigen Heimfahrt nach Kärnten schauten wir uns anschließend vor Ort eine Action – Installation zum Thema ‚Vom Schaf zum Lodenjanker‘ an. Voll von schönen Eindrücken erreichten wir am Samstag abends wieder Feffernitz.
Es waren gelungene vier Tage – deshalb vielen Dank allen TeilnehmerInnen für das gute Miteinander, vielen Dank an die Firma Bacher Reisen und Pfarrsekretärin Sigrid für die wie immer großartige Organisation, herzlichen Dank an unseren Buslenker Anton, der nach sechs Jahren bereits zur Legende avanciert ist, und auch ein „Vergelt’s Gott!“ an Frau Pfarrerin für die beiden Gottesdienste in eindrucksvollem Ambiente.

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