Pfarrausflug an den Bodensee, 12. – 16. Juli 2017

Unter der mittlerweile mehr als bewährten Ägide von unserem Chauffeur Anton begaben sich im Sommer insgesamt 32 Reiselustige auf den diesjährigen Feffernitzer Pfarrausflug – und das erstmals fünftägig! Unser Ziel war die Euregio Bodensee, und von unserem Standquartier, dem sehr netten Hotel Lamm in Bregenz (Gästehaus in unmittelbarer Seenähe in Mehrerau), erforschten wir das ‚Schwäbische Meer‘ von allen Ufern her. Unser heuriges Motto lautete anlässlich des Reformationsjubiläums ‚Die reformierte Reformation‘, da wir uns auch auf den Spuren von Jan Hus bewegten. Wettermäßig hatten wir im Großen und Ganzen Glück – und die Gewitterstimmung auf dem See bei der Überfahrt nach Unteruhldingen muss man auch einmal erlebt haben…
Die naturgemäß relativ lange Anreise erfolgte von Kärnten über die Autobahn nach Salzburg und durch Bayern, wobei wir im Kloster Andechs am Ammersee eine nette Mittagspause verbrachten und das hiesige Bier ausprobierten. Auf diesem ‚heiligen Berg der Bayern‘ ist der berühmte Komponist Carl Orff begraben. Nachmittags ging es weiter in den Allgäu, wobei wir das schmucke Städtchen Wangen mit seinen lustigen Brunnen besuchten. In Bregenz angekommen, statteten wir abends noch der Oberstadt und dem Martinsturm einen Besuch ab.
Ein erster Höhepunkt war zweifellos die Führung hinter den Kulissen der berühmten Bregenzer Seebühne am nächsten Morgen – für 2017 und 2018 steht Carmen von Bizet auf dem Programm. Das Bühnenbild mit den riesigen Händen und Spielkarten war überaus eindrucksvoll und so mancher hat daraufhin sicherlich die Opern-premiere im Fernsehen verfolgt, die wenige Tage nach unserem Besuch (übrigens bei Blitz und Sturm!) erfolgte. Unmittelbar darauf brachte uns ein Schiff nach Lindau, dessen Altstadt sehr malerisch auf einer Insel liegt. Ein kurzer Ortsrundgang durch die pittoresken Gässchen endete in der reformierten Kirche St. Stephan, in der wir Gottesdienst feierten; bemerkenswert, dass in dieser Kirche die Banklehnen um 180 Grad zu verstellen sind – je nachdem, ob Gottesdienst oder Orgelkonzert… Nach gutem Essen im Wh. Alte Post (Schwäbische Maultaschen!) fuhren wir nachmittags am Nordufer des Sees zunächst nach Friedrichshafen, wo wir eine Führung im hiesigen Zeppelin – Museum erlebten: Dabei konnten wir auch die nachgebauten Original-Kabinen eines Luftschiffs betreten! Zudem haben wir in diesen Tagen immer wieder Zeppeline in der Luft beobachtet. Daraufhin ging es noch weiter ins nahe idyllische Meersburg, wo wir uns im Alten Schloss auf den Spuren der Lyrikerin A. Droste-Hülshoff bewegten.
Am Freitag erkundeten wir das Schweizer Südufer, unser erstes Ziel hieß jedoch Konstanz auf deutschem Boden. Im Rahmen einer Führung besuchten wir das sog. Konzilshaus, die Altstadt, das Münster und vor allem das Hus – Haus. Nach einer Mittagspause am Hafen brachte uns der Bus zum großen Parkplatz für die berühmte Blumeninsel Mainau, die sich in Besitz der schwedischen Adelsfamilie Bernadotte befindet. Ein kurzer Regenguss konnte uns nicht aufhalten, durch die Parks zu spazieren und das Schmetterlingshaus, die Blumentiere und – treppe, u. v. m. zu besuchen; zudem schien ohnedies bald wieder die Sonne… Eine kurze Fährüberfahrt (mit Gewitterstimmung) brachte uns zurück ans Nordufer nach Unteruhldingen, wo wir auf den Spuren der Urzeit wandelten und eine Führung im Pfahlbautenmuseum miterlebten – im Archäorama zu Beginn unternahmen wir gar einen Tauchgang, ohne nass zu werden!
Der Samstag stand vormittags ganz im Zeichen der Schweiz: Zunächst fuhren wir nach Neuhausen am Rheinfall, wo die Wagemutigen per Boot zum Felsen in der Mitte dieses gewaltigen Kataraktes vordrangen und ihn (im Stau!) bestiegen – es war wahrlich kein Reinfall…Wir beobachteten sogar Fische, die vergeblich versuchten den Wasserfall bergwärts zu überwinden! Sodann ging es weiter rheinaufwärts nach Stein am Rhein, das für seine üppig bemalten Altstadthäuser berühmt ist; hier machten wir Mittagspause und Fam. Haase erhielt Besuch. Ein für viele unerwarteter Höhepunkt folgte nachmittags: ein Besuch der berühmten, unter UNESCO-Welterbe stehenden Klosterinsel Reichenau. Die Ruhe und Idylle dort schlug uns rasch in Bann und wir machten uns zunächst zu Fuß, sodann per Bus ‚auf Pirmins Spuren‘ auf den Weg, um die Insel zu erkunden. Wir sahen Wahlafrid Strabos Kräutergärtlein ebenso wie unzählige Gemüse – Gewächshäuser; der Bus führte uns auch auf den höchsten Punkt der Insel, den Hochwart, auf dem sich ein Teehaus befindet.
Auch fünf Tage vergingen schnell: Am Sonntag fuhren wir frühmorgens auf den Bregenzer Hausberg, den Pfänder. Wetter und Aussicht waren grandios, und zwei wackere Herren wanderten per pedes hinauf fast so schnell wie die restliche Gruppe per Seilbahn… In jedem Fall kamen sie rechtzeitig zu unserem Open-Air-Gottesdienst mit Blick auf den Bregenzerwald. Auch für den Wildpark war noch Zeit, ehe wir Richtung Heimat aufbrachen. Dabei fuhren wir aber zunächst noch nach Andelsbuch im Zentrum des grünen Bregenzerwaldes, wo wir im Chäshus von Kaspar (86) in die hohe Kunst des Käsens eingeführt wurden. Nach unserem Mittagessen ging es über Oberstaufen im Allgäu und Landsberg am Lech wieder auf die Autobahn heimwärts.
Es war ein wunderschönes Erlebnis voller vielfältiger Eindrücke – ein herzliches DANKE allen TeilnehmerInnen für das gute Miteinander, unserem umsichtigen Buschauffeur Anton (der diesmal mehr Parkplätze als Sehenswürdigkeiten zu sehen bekam…), dem Team von Bacher-Reisen (wie immer klappte alles wie am Schnürchen!) und Frau Pfarrerin für die Andacht und den Gottesdienst. Und wer weiß: Vielleicht sind Sie ja nächsten Juli (wieder) mit dabei, wenn wir uns Richtung WACHAU begeben wollen!

Außerdem dürfen wir alle InteressiertInnen am Freitag, 27. Oktober um 18 Uhr zu einem Fotoabend samt geselligem Beisammensein in den Pfarrsaal herzlichst einladen!

Wolfgang Dröthandl

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